Ausbildung, die Zukunft schafft
Das Projekt lalibelaisgoingon ist ein seit vielen Jahren bestehendes Ausbildungsprojekt in Lalibela, einer bedeutenden Kulturstadt in Äthiopien. Initiiert und umgesetzt wurde es von Susanne Ziegler, Goldschmiedemeisterin und Restauratorin aus Berlin.
Ziel des Projekts ist es, jungen Menschen vor Ort eine echte Perspektive zu geben. Durch die Ausbildung im Goldschmiedehandwerk entsteht eine Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben und eine nachhaltige Einkommensquelle.
Lalibela als UNESCO-Weltkulturerbe zieht Besucher aus aller Welt an. Traditioneller Schmuck hat hier eine besondere Bedeutung und bietet gleichzeitig die Chance, handwerklich gefertigte Produkte zu verkaufen und so langfristig Einkommen zu sichern.

Perspektiven durch Handwerk
Mit hochwertigen und professionell gefertigten Produkten können die Auszubildenden nicht nur für sich selbst, sondern auch für ihre Familien eine Lebensgrundlage schaffen. Das Projekt leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Armutsbekämpfung und stärkt gleichzeitig lokale Strukturen und handwerkliche Traditionen. Ein weiterer zentraler Aspekt ist die Zukunftsperspektive: Junge Menschen erhalten die Möglichkeit, in ihrer Heimat zu bleiben und sich dort eine Existenz aufzubauen.
Aufbau der Goldschmiedewerkstatt in Lalibela
Parallel zu den Energieprojekten unterstützte unser Verein den Aufbau einer Goldschmiedewerkstatt in Lalibela. Ziel des Projekts ist es, jungen Menschen eine handwerkliche Ausbildung und damit langfristige Perspektiven zu ermöglichen.
In Deutschland sammelte der Verein über viele Jahre Sachspenden und Materialien für die Werkstatt. Ein Goldschmied aus Würzburg, der seine Arbeit aus Alters- und Krankheitsgründen aufgeben musste, spendete seine komplette Werkstatt. Diese wurde von unserem Verein demontiert und gemeinsam mit weiteren Maschinen und Werkzeugen zwischengelagert.
Mit Unterstützung der Organisation Engagement Global konnte später ein Schiffscontainer nach Dschibuti verschifft werden. Die Werkstatt und weitere Materialien wurden anschließend nach Äthiopien transportiert und vor Ort für das Ausbildungsprojekt genutzt.
Trotz schwieriger Bedingungen und der politischen Lage in Äthiopien konnte das Projekt weitergeführt werden und bietet jungen Menschen bis heute neue Chancen durch Ausbildung und handwerkliches Wissen.
Weiterentwicklung des Projekts
Im Laufe der Zeit wurde das Ausbildungsangebot erweitert. Neben dem klassischen Goldschmiedehandwerk umfasst das Projekt inzwischen auch die Restaurierung im Gold- und Silberschmiedehandwerk. Zwischenzeitlich bestand eine Zusammenarbeit mit der Universität Debre Tabor. Aktuell befindet sich die Ausbildungsstätte in Addis Abeba. Die Ausstattung der Werkstatt wird durch Sachspenden unterstützt, die von engagierten Goldschmiedinnen und Goldschmieden zur Verfügung gestellt wurden.
Patenschaften
Die Ausbildung kann durch eine Patenschaft aktiv unterstützt werden. Mit einem Beitrag von 30 Euro pro Monat wird die Versorgung eines Auszubildenden gesichert. Das Geld fließt direkt in die Ausbildung und in die Unterstützung der „Lehrlinge“. Die Projektarbeit wird von Susanne Ziegler ehrenamtlich geleistet. Wenn Sie das Projekt unterstützen möchten, freuen wir uns über Ihre Nachricht an die im Impressum angegebene E-Mail-Adresse.
